1. – 4. Schuljahr

Sabine Angermann | Agnes Genzmer-Gruß | Holger Frieß

300 Wünsche fliegen in den Himmel

Ziele und Gestaltungsmöglichkeiten

Was war am 20. November 2017 in Ihrer Schule los? Sie wissen es nicht mehr? Das kann den Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften der Rosbacher Kapersburgschule nicht passieren. Denn an diesem Tag feierte die Schule, wie jedes Jahr, den Kinderrechtetag. Doch im vergangenen Jahr wurde ein besonders großes und unvergessliches Event daraus. Vielleicht inspirieren Sie die unterschiedlichen Ideen und Sie kommen auch mit Ihrer Schülerschaft ins Gespräch und beginnen gemeinsam, einen unvergesslichen Tag zu den Kinderrechten zu initiieren.

20. November 2017, 7.00 Uhr: Noch fast eine Stunde bis zum Unterrichtsbeginn an der Kapersburgschule in Rosbach v. d. Höhe. Und dennoch herrscht hier schon geschäftiges Treiben. Lehrkräfte und Hausmeister füllen Gasballons, in der Küche werden Snacks vorbereitet. Schülerinnen und Schüler legen ein letztes Mal Hand an bei ihren bereits vorbereiteten Plakaten, der Beamer wird in Betrieb genommen
Kein Wunder, denn die Rosbacher Grundschule ist eine von rund 20 hessischen Schulen, die die Kinderrechte zu ihrem Thema gemacht haben. Und da ist der 20. November in jedem Jahr ein besonderer Tag: An diesem Tag unterzeichneten im Jahr 1989 191 Staaten der UNO die UN-Kinderrechts-Konvention. Und noch immer ist deren Einhaltung keineswegs selbstverständlich.
Die Vorbereitungen im Vorfeld des Kinderrechtetages
Mit den Inhalten der Kinderrechte und den Lebensrealitäten vieler Kinder auf dieser Welt sind die Schülerinnen und Schüler unserer Schule vertraut. Besonders die Älteren wurden im Rahmen des Kinderrechtetages in den vergangenen Jahren sowie in entsprechenden Einheiten im Sachunterricht wiederholt mit der Thematik konfrontiert und haben sich damit auseinandergesetzt.
Im Vorfeld des diesjährigen Kinderrechtetages haben sich die „Großen noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Immerhin sollen sie 90 Minuten mit ihren Patenklassen (den Klassen 1 und 2) füllen und diese über ihre Rechte und die Rechte aller Kinder auf der Welt aufklären. Hierzu bekamen die dritten und vierten Klassen zunächst eine „Fortbildung durch eine Schülerin des UNICEF Juniorteams Frankfurt/ Main. Diese kam für einen Vormittag an die Schule und sorgte altersgemäß für die Auffrischung der Basiskenntnisse zu den Kinderrechten. Dann musste jede Klasse selbst aktiv werden, um eine sinnvolle Darbietung der Inhalte auf die Beine zu stellen, die für die ersten und zweiten Klassen doch recht abstrakt sind. Im Rahmen des Sachunterrichts entstanden unterschiedliche Präsentationsformen, die die Ideen der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte verknüpften. In vielen Klassen wurde in der Vorbereitung auf das Material von Unicef zurückgegriffen, welches im Vorfeld für alle Klassen bestellt wurde (https://www.unicef.de). So wurde ein bunter Strauß an Möglichkeiten in den verschiedenen Klassen erarbeitet:
  • In manchen Klassen wählte sich jeder ein Lieblingsrecht aus, um dann in der Kleingruppe hierzu ein Plakat zu gestalten.
  • In anderen Klassen setzte man sich anhand von Bildern und Geschichten mit Einzelschicksalen von Kindern auseinander und diskutierte dann, welche Rechte diesen Kindern verwehrt wurden.
  • Wieder eine andere Klasse setzte die Geschichte einzelner Kinder in szenische Spiele um, die aufgrund der Verkleidungen und lebendigen Darstellung besonders plastisch wirkten.
  • Andere Schülerinnen und Schüler versuchten sich an einer Darbietung mit einer Powerpoint-Präsentation, welche im Anschluss durch eine kreative Gestaltungsarbeit mit den Jüngeren vertieft wurde.
Aber nicht nur in der Auseinandersetzung mit den Kinderrechten (s. Toolbox M6 Legespiel) und der Ausarbeitung einer geeigneten Präsentation waren die Schülerinnen und Schüler schon weit im Vorfeld mit dem Kinderrechtetag beschäftigt. Die Klassen wurden bereits viele Wochen zuvor gebeten, im Rahmen des...

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